Zucht- & Haltungs-Richtlinien

ALLE FRAGEN UND ANTWORTEN RUND UM DIE ZUCHT & HALTUNG VON KATZEN

Zucht- und Haltungsrichtlinien CatManiac e.V. (kurz CM e.V.), Stand 09/2021.

Die Zucht- und Haltungsrichtlinien des CM e.V. sind für jedes Mitglied bindend.

1.     Allgemein

Jeder Züchter ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu führen. Alle im Zwinger des Züchters geborenen Jungtiere erhalten zum Namen den ausgewählten Zwingernamen. Der Name, Zwingername plus Satzzeichen und Leerstellen darf aus computertechnischen Gründen nicht mehr als 40 Stellen haben. Bereits eingetragene Zwingernamen sind als Name unzulässig.

Der Züchter muss drei Namen als Zwingernamen vorschlagen, für den Fall, dass die Namen schon vergeben sein sollten. Die Eintragung und Registrierung des Zwingernamens erfolgt durch den CM e.V. Bei Beantragung muss auch angegeben werden, ob der Zwingername dem Namen der Jungtiere vorangestellt (V) oder angehängt (H) werden soll. Diese Regelung ist dann beizubehalten.

Der Zwingername darf nur von dem Vollmitglied genutzt werden, auf dessen Namen der Zwinger registriert wurde. Die Beantragung eines weiteren Zwingernamens in einem anderen Verein ist unzulässig. Wenn möglich (und frei), wird der bisherige Zwingername registriert.

Sollte bereits ein eingetragener Zwingername bei einem anderen Verein (hierzu zählen auch andere WCF Vereine) bestehen, muss dieser bei dem anderen Verein gekündigt und eine Neueintragung unter dem CM e.V. beantragt werden.

 Jeder Züchter ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu führen.

Züchter ist, wer eine in seinem Besitz und Eigentum befindliche Katze decken lässt bzw. der Besitzer/Eigentümer einer Mutterkatze am Tage der Geburt der Jungtiere ist. Als Besitz-/ Eigentumsnachweis gilt der Stammbaum.

Zur Zucht dürfen nur Katzen und Kater herangezogen werden, die in den Zuchtbüchern des CM e.V. oder eines anderen anerkannten Verbandes/Vereins eingetragen sind, und deren Besitzer/ Eigentümer Mitglied im CM e.V. oder in einem anderen anerkannten Verband/Verein ist.

Beim Kauf von Zuchttieren ist darauf zu achten, dass die Rassereinheit gewahrt ist.

Jedes Mitglied erklärt sich mit Eintritt in den CM e.V. bereit, eine vom Vorstand angeordnete Zwinger-besichtigung bei sich vornehmen zu lassen, die Räume dafür zugänglich zu machen und sämtliche vorhandenen Tiere zu zeigen. Für Katzen, sofern sie sich nicht frei in der Wohnung bewegen können, sind gut heizbare, luftige (aber zugfreie) Räume mit Tageslicht und möglichst Außenauslauf herzurichten. Entsprechende Gliederung der Räume für alle Bedürfnisse der Katzen, wie Kletterbäume, Kratzpfosten, Regale, Körbe, Polster, Katzentoiletten, Futterschalen und Rückzugsmöglichkeiten für jede einzelne Katze etc. ist unbedingt erforderlich.

Wer gegen die Zuchtregeln des CM e.V. verstößt wird bei einmaligem Verstoß durch den Vorstand mit dem Hinweis abgemahnt, dass bei erneutem Verstoß der Vereinsausschluss durchgeführt wird.

2.      Zuchtregeln

Es wird von allen Züchtern vorausgesetzt, dass diese sich an das vorliegende Tierschutzgesetz (TierSchG) halten. Hier soll das Wohlergehen sowie die artgerechte Haltung der Katze/n im Vordergrund stehen. Ziel der Katzenzucht ist die Verbesserung sowie Erhaltung der einzelnen Rassen.

Die Abgabe/der Verkauf oder auch die Überlassung auf Zeit von Tieren an Versuchslabore, Pelztierfarmen, Zoohandlungen sowie als Lebendfutter ist strengstens untersagt und führt zum sofortigen Ausschluss aus dem Verein.

Katzen mit angeborenen Anomalien, Deformationen oder Krankheiten (z.B. Knickschwanz, Einhoder, Über- und Unterbiss, Taubheit einseitig oder beidseitig, Schielen etc.) dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Den Züchtern wird nahegelegt ihre Tiere auf rassespezifische Krankheiten und Erbkrankheiten unter-suchen zu lassen und ggf. Trägertiere sowie erblich vorbelastete Tiere aus der Zucht zu nehmen und nur unter besonderen Umständen weiter zur Zucht einzusetzen (mit dem Zuchtwart abzustimmen).

Die Zucht mit weißen Katzen ist grundsätzlich erlaubt. Besondere Beachtung hat jedoch § fm11b TierSchG, sowie seine Auslegung durch das Gutachten der Sachverständigengruppe „Tierschutz und Heimtierzucht“ zu finden.

Die Verpaarung von weißen bzw. überwiegend weißen Katzen und Katern miteinander ist daher untersagt.

Die Verpaarung von weißen Tieren mit Tieren, die erheblichen, aber nicht überwiegenden Weißanteil zeigen, ist mit der Prämisse zulässig, dass nur solche Tiere zur Zucht zugelassen werden, bei welchen bereits vor dem Zuchteinsatz eine audiometrische Untersuchung durchgeführt worden ist und diese keine Beeinträchtigung ergeben hat. Dies bedeutet, die audiometrische Untersuchung muss das Ergebnis „beidseitig hörend“ aufweisen. Es gilt das Verbot der Verpaarung von Tieren mit Hörschäden.

In den zur Zuchtzulassung vorzulegenden Untersuchungsergebnissen muss jeweilig der vollständige Name des Tieres, die Chip-Nummer, das Geburtsdatum und die Farbe des Tieres eingetragen sein.

Für weiße Jungtiere (W-Faktor) muss ebenfalls zwischen der 10. und 18. Woche einen Audiometrietest erfolgen, deren Ergebnis bis spätestens zur 18. Woche dem Zuchtbuchamt einzureichen ist.

Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob weiße Jungtiere (W-Faktor) als Liebhaber- oder Zuchttiere vermittelt werden.

Foundation-Tiere müssen aus den Herkunftsländern stammen, dort registriert, gechipt und von einem ansässigen Richter begutachtet worden sein. Für die Sibirische Katze (SIB) und Neva Masquerade (SIB33) Foundation-Tiere wird anstelle einer Registrierung auch der Mircrochip in Kombination mit korrekten Einfuhrpapieren aus den Ursprungsländern anerkannt. Tiere die für die Zucht vorgesehen sind, sollten in der offenen Klasse ein V1/Ex1 erhalten haben.

Alle im Haus des Züchters lebenden Tiere müssen frei von ansteckenden Krankheiten sein und die Tiere, die zur Zucht eingesetzt werden, müssen mindestens einen vollständigen und gültigen Impfschutz gegen Katzenseuche und -schnupfen haben. Die Gültigkeitsdauer der Impfung richtet sich nach dem verwendeten Impfstoff. Es wird empfohlen, alle medizinisch sinnvollen Versorgungmaßnahmen durchzuführen (z. B. Elisa-Test, Leukose-, Schnupfenimpfung, Chlamydien).

Kater und Katzen müssen frei von jeglichem Ungeziefer und Parasiten sein und unter artgerechten, hygienischen Bedingungen gehalten werden. Tiere, die zu Ausstellungen gemeldet werden, müssen zusätzlich entweder gegen Tollwut geimpft sein, oder – je nach Ausstellungsbedingungen – eine entsprechende tierärztliche Bescheinigung haben.

Katzen beiderlei Geschlechtes, mit denen nicht gezüchtet wird, sollten kastriert werden.

3.     Zuchteinschränkungen

Zuchtkatzen dürfen erst ab Vollendung des 1. Lebensjahres gedeckt werden. Erfolgt eine Deckung vor dem 10. Lebensmonat, so ist ein tierärztliches Attest vorzulegen, welches die Frühdeckung aus medizinischen Gründen befürwortet.

Der Zuchtwart entscheidet über entsprechende Auflagen (z.B. Festsetzung des Termins, an dem die Katze erneut gedeckt werden darf). Bei Zuwiderhandlung kann der Vorstand ein Bußgeld festsetzen oder eine entsprechende Eintragung in den Stammbaum der Jungtiere veranlassen.

Jede Zuchtkatze darf in 2 Jahren nicht mehr als 3 Würfe bekommen und aufziehen. Zwischen den Wurfterminen müssen mindesten 6 Monate liegen. Dies soll der Mutterkatze eine Erholungsphase einräumen. Eine frühere Verpaarung der Zuchtkatze bedarf einer Bescheinigung vom Tierarzt und muss schriftlich mit Begründung beim Vorstand beantragt werden. Der Vorstand wird dann über die Zulassung mit einer einfachen Mehrheit entscheiden oder kann den Antrag ohne Begründung ablehnen.

Um eine Doppelbelegung der Zuchtkatze durch verschiedene Zuchtkater zu vermeiden, sollte die Katze nach erfolgter Deckung 3 Wochen lang keinerlei Kontakt zu deckfähigen Katern haben. Versehentliche Doppeldeckungen sind meldepflichtig und unverzüglich schriftlich dem Vorstand anzuzeigen. Entsteht der berechtigte Verdacht einer Doppeldeckung oder wird eine solche dem Vorstand von Dritten glaubhaft angezeigt, ist der Vorstand oder ein vom Vorstand beauftragter Dritter berechtigt einen Abstammungsnachweis (DNA-Test) zu verlangen. Die hierbei entstehenden Kosten trägt der Züchter. Bei einem nichtbestätigten Verdachtsfall übernimmt der Verein die Kosten.

Eine Zuchtkatze darf nach Vollendung des 8. Lebensjahres nur mit jährlichem(!), tierärztlichem Attest weiter zur Zucht eingesetzt werden.

Verwandtenpaarungen: Die Paarung zwischen Vollgeschwistern ist vor der Deckung zu beantragen. Hierfür ist ein entsprechender Antrag an den Zuchtwart zu stellen, unter Beifügung des fotokopierten Stammbaumes der Paarungspartner und unter Angabe des jeweiligen Zuchtziels. Für die Jungtiere aus einer solchen Paarung müssen tierärztliche Gutachten beigebracht werden.

Die gleiche Regelung gilt auch bei einer Paarung von Partnern, in denen nur neun oder weniger verschiedene Vorfahren auftreten. Zu zählen sind: Paarungspartner, deren Eltern und Großeltern (14 Tiere).

Rassekreuzungen im Allgemeinen sind verboten. Das Einkreuzen einer anderen Rasse darf nur erfolgen, wenn dies einem gut durchdachten Zuchtziel zum Positiven gereicht.

Erlaubte Rasse-kreuzungen sind dem jeweiligen Standard (WCF Regeln) zu entnehmen.

Über Ausnahmeregelungen entscheidet der Vorstand. Die Paarung zwischen zwei verschiedenen („unerlaubten“) Rassen ist vor der Deckung zu beantragen. Hierfür ist ein entsprechender Antrag an das Zuchtamt zu stellen, und zwar unter Beifügung des fotokopierten Stammbaumes der Paarungs-partner und unter Angabe des jeweiligen Zuchtziels. Die Genehmigung einer solchen Verpaarung obliegt der einfachen Mehrheit des Vorstandes. Evtl. Jungtiere aus einer solchen Verpaarung erhalten einen Riex-Stammbaum.

Im Allgemeinen wird empfohlen, nur Katzen und Kater zur Zucht zu verwenden, die auf einer Ausstellung mindestens ein „V1“ oder „Ex1“ erhalten haben.

4.     Deck- und Wurfmeldungen sowie Stammbäume

Um eine schnellere Bearbeitung der Stammbäume zu gewährleisten, muss von jeder Katze, die zur Zucht eingesetzt werden soll, eine Kopie des Stammbaums an das Zuchtbuchamt geschickt werden. Ausnahmen sind Tiere, die bereits beim CM e.V. registriert sind.

Nach festgestellter Trächtigkeit nach der Deckung, jedoch VOR dem Wurftermin, muss eine Deckmeldung an das Zuchtbuchamt übermittelt werden. In dieser müssen die Stammbäume der Elterntiere und dessen Identifikationschip-Nummern (falls noch nicht dem Verein vorliegend), sowie das Deckdatum vermerkt werden. Gehören dem Züchter beide Elternkatzen, kann eine Deckmeldung online erfolgen. Geht der Züchter mit seiner weiblichen Katze zum Fremddecken, muss das Deckformular ausgefüllt werden, in dem auch der Deckkaterbesitzer unterschreiben und somit die Deckung bestätigen kann.

Die Geburt der Jungtiere ist innerhalb von 12 Wochen an das Zuchtbuchamt zu übermitteln.

Hierfür hat der Züchter beim Vorstand des Vereins persönliche Zugangsdaten anzufragen, damit die Wurfmeldung online erfolgen kann.

Die Übermittlung der Wurfmeldung an das Zuchtbuchamt bedeutet die automatische Erstellung der Stammbäume und kommt einer Auftragsübermittlung gleich.

Die Stammbäume werden dem Züchter ausschließlich gegen Vorkasse oder einem SEPA-Lastschrift-Verfahren zugestellt. Bei Anmeldung im Verein kann der Züchter seine Zahlungsmethethode auswählen, die in der Regel für alle Leistungen des Vereins gelten.

Um ordentliche und fehlerfreie Stammbäume erstellen zu können, müssen sehr gut lesbare Kopien der Ahnentafeln sowie Titelurkunden der Elterntiere beigefügt werden. Die Übermittlung von Stammbäumen und sonstigen Dokumenten (Urkunden, Untersuchungsdokumente) kann ausschließlich per Mail oder Post erfolgen; Nachrichten- und Chatdienste sind dafür nicht geeignet. Der Zuchtwart ist jederzeit berechtigt, Stammbäume abzulehnen. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn Stammbäume fehlerhaft sind, vollständig oder vereinzelnd nicht in lateinischer Schrift erfasst worden sind (z.B., wenn Namen oder Zuchtbuchnummern der Vorfahren auf kyrillisch geschrieben sind).

Für Namens- oder Geschlechtsänderungen und Farbänderungen können (ausschließlich vom Züchter des Tieres) beim CM e.V. kostenpflichtig neue Stammbäume beantragt werden. Eigenmächtige Änderungen in den Stammbäumen sind unzulässig und machen den Stammbaum ungültig. Verstöße dieser Art werden vom Vorstand geahndet.

Titelurkunden und Richterberichte müssen mit Einreichung der Deck- bzw. Wurfmeldung abgegeben werden.

Ist sich der Züchter bei der Farbbestimmung der Jungtiere unsicher oder möchte eine Wurfabnahme haben, kann er dies schriftlich beim Vorstand beantragen. Mit Zustimmung des Züchters, kann der Verein einen in der Nähe wohnenden und erfahrenen Züchter bitten, dies zu übernehmen. Wünscht der Züchter ausdrücklich eine Wurfabnahme durch ein Vorstandsmitglied ist dies gegen eine Auf-wandspauschale möglich. Diese muss beim Vorstand erfragt werden aufgrund der jeweiligen Entfernung des Züchters und des damit verbundenen Aufwands.

Beim Ausstellen von Stammbäumen werden die jeweils geltenden Bestimmungen des CM e.V. zugrunde gelegt. Fehlerhafte Angaben bei der Beantragung von Stammbäumen können jederzeit vom Zuchtbuchamt in den Eintragungspapieren der Tiere und deren Nachkommen geändert werden (zu Farb- und Geschlechts- und Namensänderungen). Für etwaige entstehende Kosten kann der Züchter haftbar gemacht werden.

Bei Verlust eines Stammbaums kann eine Zweitausfertigung beim Zuchtbuchamt beantragt werden. Dies ist kostenpflichtig und wird in dem neuen Stammbaum vermerkt. Sollte der Originalstammbaum wiedergefunden werden, ist die Zweitausfertigung dem Zuchtbuchamt sofort auszuhändigen. Sollte es mit dem Originalstammbaum oder mit der Zweitausfertigung zum Betrug kommen, so ist der Verein zum sofortigen Ausschluss des Mitglieds berechtigt.

Bei Namens- und/oder Geschlechtsänderungen wird auf Antrag ein neuer Stammbaum erstellt. Fehlerhafte Angaben bei der Beantragung von Stammbäumen können jederzeit auf Antrag und kostenpflichtig geändert werden, wobei der Originalstammbaum dem Zuchtbuchamt vorliegen muss.

5.      Deckkater, Abgabe/Verkauf

Deckkaterbesitzer des Vereins müssen sich, bevor sie Zuchtkatzen zum Decken annehmen, von der Abstammung und Rassenreinheit der Katze durch Einsicht der Stammbäume und deren Richtigkeit überzeugen. Der Deckkater darf nur mit Zuchtkatzen verpaart werden, wenn diese einen Stammbaum von einem eingetragenen und anerkannten Verein besitzen und der Zuchtkatzenbesitzer in einem eingetragenen Verein Mitglied ist. Eine vorsätzliche Deckung von Haus- und Mischlingskatzen ist untersagt und hat den Ausschluss aus dem Verein zu folge. Darunter fällt auch die vorsätzliche Verpaarung von Rassekatzen ohne Stammbaum.

Der Deckkaterbesitzer verpflichtet sich, nur Zuchtkatzen zum Decken anzunehmen, wenn seine Zucht frei von ansteckenden Krankheiten und Parasiten ist.

Der Deckkater sollte im Zeitraum von 2 Wochen nur jeweils eine Katze, die nicht in der eigenen Zucht lebt, decken.

Um eine Ausbreitung latent vorhandener, übertragbarer Krankheiten auf ein Mindestmaß zu beschränken, sollten Ausstellungstiere erst 14 Tage nach dem Besuch einer Ausstellung zur Paarung verwendet werden, wenn der Paarungspartner aus einem anderen Zwinger kommt.

Es wird empfohlen, bei jeder Fremddeckung einen Vertrag zu schließen, der Deckgebühr, Aushändigung der Stammbäume, Unterzeichnung der Deckbescheinigung, Regelungen bei nicht erfolgter Aufnahme der Katze, etc. regelt.

6.     Abgabe /Verkauf

Die Züchter dürfen ihre Jungtiere frühestes ab einem Alter von 12 Wochen und erst dann abgeben, wenn diese die vorschriftsmäßigen Impfungen gegen Katzenschupfen/-seuche erhalten haben. Alle Jungtiere müssen vor Abgabe mit einem Microchip gekennzeichnet sein, dessen Nummer im Stammbaum entweder bei Wurfmeldung eingetragen oder nachträglich vom Züchter auf dem Stammbaumdokument geklebt wurde. Die jungen Katzen müssen gesund, frei von Endo- und Ektoparasiten, wurm- und ungezieferfrei sein. Reklamationen von Käufern, die beweisen, dass diese Bestimmungen vom Züchter nicht erfüllt wurden, werden zwecks Ahndung an den Vorstand des betreffenden Vereins weitergeleitet.

Es wird empfohlen, ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt ausstellen zu lassen, welches bescheinigt, dass die Katze zum Zeitpunkt der tierärztlichen Untersuchung frei von ansteckenden Krankheiten und Parasiten ist und/oder andere Anomalien oder Deformationen ausgeschlossen sind.

Der Stammbaum gehört zu jeder Katze. Originalstammbaum sowie Impfpass sind dem neuen Besitzer auszuhändigen.

Der Züchter ist verpflichtet, den Verkauf und sonstige Abgabe seiner Jungtiere und anderer Katzen zu kontrollieren sowie zu dokumentieren (eigene Zuchtbuchführung eines jedes Wurfes).

7.      Zuchtbuchregeln

Für zuchtspezifische Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den Zuchtwart.

Bei Bekanntwerden eines Verstoßes gegen die bestehenden Haltungsrichtlinien in einem oder mehreren Fällen wird, sofern in den Haltungsrichtlinien nichts anderes gesagt, wie folgt verfahren: Es kann eine Verweisgebühr erhoben werden, deren Höhe sich nach dem Verstoß richtet. An das betreffende Mitglied ergeht seitens des Zuchtbuchamtes des CM e.V. die Aufforderung zu schriftlicher Stellungnahme binnen einer Frist von 14 Tagen. Lässt das Mitglied die gesetzte Frist schuldhaft verstreichen oder liefert es keine ausreichende Begründung für sein Verhalten, spricht das Zuchtbuchamt einen Verweis aus. Im Rahmen dieses Verweises ergeht an das Mitglied schriftlich die Aufforderung zur Abänderung des Missstandes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die Beweispflicht liegt beim Mitglied. Ungeachtet dessen behält sich der Vorstand das Recht vor, sich vor Ort persönlich oder durch zwei von ihm beauftragte Personen vom Befolgen seiner Anweisungen zu überzeugen.

Bei Nichtbeachtung der Weisungen des Zuchtbuchamtes oder nochmaligem Verstoß gegen die Haltungsrichtlinien hat der Ausschluss aus dem Verein zu erfolgen. Dem Zuchtwart ist das Recht auf Stellung einer Strafanzeige vorbehalten.

8.      Haltungsrichtlinien

Verbindliche Haltungsrichtlinien für die Mitglieder des CatManiac e.V.

Die Größe eines Raumes, in dem Katzen gehalten werden, soll – unter Zugrundelegung eines Lebensraums-Minimums von 2,5 qm pro Katze – nicht unter 10 qm betragen und der Raum muss so hoch sein, dass ein Mensch sich aufrecht darin bewegen kann.

Lässt sich ein Freiauslauf nicht herrichten, muss neben den Klettermöglichkeiten auch für ungiftige Begrünung (Katzengras o.ä.) gesorgt werden.

Deckkater oder Zuchtkatzen dürfen nicht alleine, sowie in Kellern, Käfigen, Garagen oder ähnlichen Räumlichkeiten ohne jeglichen Kontakt zum Menschen gehalten werden. Dies ist keine artgerechte Haltung und daher untersagt.

Deckkatern muss entweder durch ein Gitter getrennt die Gegenwart anderer Katzen oder die Gesellschaft eines oder mehrerer kastrierter Tiere, mit denen er sich verträgt, ermöglicht werden. Sollte dies nicht eingehalten werden und der Vorstand wird darüber informiert, ist eine unangemeldete Besichtigung notwendig und der Vorstand entscheidet durch eine einfache Mehrheit über die Nachbesserung oder sogar den sofortigen Ausschluss aus dem Verein.

Den Zuchtkatern, die zum Fremddecken eingesetzt werden, muss für die Paarung ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen, der mitsamt dem darin vorhandenen Mobiliar gut abwaschbar und desinfizierbar ist.

Oberstes Gebot ist Sauberkeit, sowohl hinsichtlich der Katzentoiletten und Näpfe als auch der Böden, Teppiche, Polster usw. Das gleiche gilt für die Pflege der Katzen selbst (Fell, Augen, Ohren).

Die Vernachlässigung einer erkrankten Katze kann den Ausschluss aus dem Verein nach sich ziehen. Es muss eine ggf. auch intensive Behandlung unter tierärztlicher Kontrolle bis zur völligen Genesung erfolgen.

Diese Regelungen sind einstimmig vom Vorstand am 24.09.2021 beschlossen worden und für jedes Mitglied ab sofort bindend. Im Übrigen gelten die einschlägigen Paragraphen der Satzung.

Zucht- & Haltungs-Richtlinien

ALLE FRAGEN UND ANTWORTEN RUND UM DIE ZUCHT & HALTUNG VON KATZEN

Zucht- und Haltungsrichtlinien CatManiac e.V. (kurz CM e.V.), Stand 09/2021.

Die Zucht- und Haltungsrichtlinien des CM e.V. sind für jedes Mitglied bindend.

1.     Allgemein

Jeder Züchter ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu führen. Alle im Zwinger des Züchters geborenen Jungtiere erhalten zum Namen den ausgewählten Zwingernamen. Der Name, Zwingername plus Satzzeichen und Leerstellen darf aus computertechnischen Gründen nicht mehr als 40 Stellen haben. Bereits eingetragene Zwingernamen sind als Name unzulässig.

Der Züchter muss drei Namen als Zwingernamen vorschlagen, für den Fall, dass die Namen schon vergeben sein sollten. Die Eintragung und Registrierung des Zwingernamens erfolgt durch den CM e.V. Bei Beantragung muss auch angegeben werden, ob der Zwingername dem Namen der Jungtiere vorangestellt (V) oder angehängt (H) werden soll. Diese Regelung ist dann beizubehalten.

Der Zwingername darf nur von dem Vollmitglied genutzt werden, auf dessen Namen der Zwinger registriert wurde. Die Beantragung eines weiteren Zwingernamens in einem anderen Verein ist unzulässig. Wenn möglich (und frei), wird der bisherige Zwingername registriert.

Sollte bereits ein eingetragener Zwingername bei einem anderen Verein (hierzu zählen auch andere WCF Vereine) bestehen, muss dieser bei dem anderen Verein gekündigt und eine Neueintragung unter dem CM e.V. beantragt werden.

 Jeder Züchter ist verpflichtet, einen Zwingernamen zu führen.

Züchter ist, wer eine in seinem Besitz und Eigentum befindliche Katze decken lässt bzw. der Besitzer/Eigentümer einer Mutterkatze am Tage der Geburt der Jungtiere ist. Als Besitz-/ Eigentumsnachweis gilt der Stammbaum.

Zur Zucht dürfen nur Katzen und Kater herangezogen werden, die in den Zuchtbüchern des CM e.V. oder eines anderen anerkannten Verbandes/Vereins eingetragen sind, und deren Besitzer/ Eigentümer Mitglied im CM e.V. oder in einem anderen anerkannten Verband/Verein ist.

Beim Kauf von Zuchttieren ist darauf zu achten, dass die Rassereinheit gewahrt ist.

Jedes Mitglied erklärt sich mit Eintritt in den CM e.V. bereit, eine vom Vorstand angeordnete Zwinger-besichtigung bei sich vornehmen zu lassen, die Räume dafür zugänglich zu machen und sämtliche vorhandenen Tiere zu zeigen. Für Katzen, sofern sie sich nicht frei in der Wohnung bewegen können, sind gut heizbare, luftige (aber zugfreie) Räume mit Tageslicht und möglichst Außenauslauf herzurichten. Entsprechende Gliederung der Räume für alle Bedürfnisse der Katzen, wie Kletterbäume, Kratzpfosten, Regale, Körbe, Polster, Katzentoiletten, Futterschalen und Rückzugsmöglichkeiten für jede einzelne Katze etc. ist unbedingt erforderlich.

Wer gegen die Zuchtregeln des CM e.V. verstößt wird bei einmaligem Verstoß durch den Vorstand mit dem Hinweis abgemahnt, dass bei erneutem Verstoß der Vereinsausschluss durchgeführt wird.

2.      Zuchtregeln

Es wird von allen Züchtern vorausgesetzt, dass diese sich an das vorliegende Tierschutzgesetz (TierSchG) halten. Hier soll das Wohlergehen sowie die artgerechte Haltung der Katze/n im Vordergrund stehen. Ziel der Katzenzucht ist die Verbesserung sowie Erhaltung der einzelnen Rassen.

Die Abgabe/der Verkauf oder auch die Überlassung auf Zeit von Tieren an Versuchslabore, Pelztierfarmen, Zoohandlungen sowie als Lebendfutter ist strengstens untersagt und führt zum sofortigen Ausschluss aus dem Verein.

Katzen mit angeborenen Anomalien, Deformationen oder Krankheiten (z.B. Knickschwanz, Einhoder, Über- und Unterbiss, Taubheit einseitig oder beidseitig, Schielen etc.) dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Den Züchtern wird nahegelegt ihre Tiere auf rassespezifische Krankheiten und Erbkrankheiten unter-suchen zu lassen und ggf. Trägertiere sowie erblich vorbelastete Tiere aus der Zucht zu nehmen und nur unter besonderen Umständen weiter zur Zucht einzusetzen (mit dem Zuchtwart abzustimmen).

Die Zucht mit weißen Katzen ist grundsätzlich erlaubt. Besondere Beachtung hat jedoch § fm11b TierSchG, sowie seine Auslegung durch das Gutachten der Sachverständigengruppe „Tierschutz und Heimtierzucht“ zu finden.

Die Verpaarung von weißen bzw. überwiegend weißen Katzen und Katern miteinander ist daher untersagt.

Die Verpaarung von weißen Tieren mit Tieren, die erheblichen, aber nicht überwiegenden Weißanteil zeigen, ist mit der Prämisse zulässig, dass nur solche Tiere zur Zucht zugelassen werden, bei welchen bereits vor dem Zuchteinsatz eine audiometrische Untersuchung durchgeführt worden ist und diese keine Beeinträchtigung ergeben hat. Dies bedeutet, die audiometrische Untersuchung muss das Ergebnis „beidseitig hörend“ aufweisen. Es gilt das Verbot der Verpaarung von Tieren mit Hörschäden.

In den zur Zuchtzulassung vorzulegenden Untersuchungsergebnissen muss jeweilig der vollständige Name des Tieres, die Chip-Nummer, das Geburtsdatum und die Farbe des Tieres eingetragen sein.

Für weiße Jungtiere (W-Faktor) muss ebenfalls zwischen der 10. und 18. Woche einen Audiometrietest erfolgen, deren Ergebnis bis spätestens zur 18. Woche dem Zuchtbuchamt einzureichen ist.

Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob weiße Jungtiere (W-Faktor) als Liebhaber- oder Zuchttiere vermittelt werden.

Foundation-Tiere müssen aus den Herkunftsländern stammen, dort registriert, gechipt und von einem ansässigen Richter begutachtet worden sein. Für die Sibirische Katze (SIB) und Neva Masquerade (SIB33) Foundation-Tiere wird anstelle einer Registrierung auch der Mircrochip in Kombination mit korrekten Einfuhrpapieren aus den Ursprungsländern anerkannt. Tiere die für die Zucht vorgesehen sind, sollten in der offenen Klasse ein V1/Ex1 erhalten haben.

Alle im Haus des Züchters lebenden Tiere müssen frei von ansteckenden Krankheiten sein und die Tiere, die zur Zucht eingesetzt werden, müssen mindestens einen vollständigen und gültigen Impfschutz gegen Katzenseuche und -schnupfen haben. Die Gültigkeitsdauer der Impfung richtet sich nach dem verwendeten Impfstoff. Es wird empfohlen, alle medizinisch sinnvollen Versorgungmaßnahmen durchzuführen (z. B. Elisa-Test, Leukose-, Schnupfenimpfung, Chlamydien).

Kater und Katzen müssen frei von jeglichem Ungeziefer und Parasiten sein und unter artgerechten, hygienischen Bedingungen gehalten werden. Tiere, die zu Ausstellungen gemeldet werden, müssen zusätzlich entweder gegen Tollwut geimpft sein, oder – je nach Ausstellungsbedingungen – eine entsprechende tierärztliche Bescheinigung haben.

Katzen beiderlei Geschlechtes, mit denen nicht gezüchtet wird, sollten kastriert werden.

3.     Zuchteinschränkungen

Zuchtkatzen dürfen erst ab Vollendung des 1. Lebensjahres gedeckt werden. Erfolgt eine Deckung vor dem 10. Lebensmonat, so ist ein tierärztliches Attest vorzulegen, welches die Frühdeckung aus medizinischen Gründen befürwortet.

Der Zuchtwart entscheidet über entsprechende Auflagen (z.B. Festsetzung des Termins, an dem die Katze erneut gedeckt werden darf). Bei Zuwiderhandlung kann der Vorstand ein Bußgeld festsetzen oder eine entsprechende Eintragung in den Stammbaum der Jungtiere veranlassen.

Jede Zuchtkatze darf in 2 Jahren nicht mehr als 3 Würfe bekommen und aufziehen. Zwischen den Wurfterminen müssen mindesten 6 Monate liegen. Dies soll der Mutterkatze eine Erholungsphase einräumen. Eine frühere Verpaarung der Zuchtkatze bedarf einer Bescheinigung vom Tierarzt und muss schriftlich mit Begründung beim Vorstand beantragt werden. Der Vorstand wird dann über die Zulassung mit einer einfachen Mehrheit entscheiden oder kann den Antrag ohne Begründung ablehnen.

Um eine Doppelbelegung der Zuchtkatze durch verschiedene Zuchtkater zu vermeiden, sollte die Katze nach erfolgter Deckung 3 Wochen lang keinerlei Kontakt zu deckfähigen Katern haben. Versehentliche Doppeldeckungen sind meldepflichtig und unverzüglich schriftlich dem Vorstand anzuzeigen. Entsteht der berechtigte Verdacht einer Doppeldeckung oder wird eine solche dem Vorstand von Dritten glaubhaft angezeigt, ist der Vorstand oder ein vom Vorstand beauftragter Dritter berechtigt einen Abstammungsnachweis (DNA-Test) zu verlangen. Die hierbei entstehenden Kosten trägt der Züchter. Bei einem nichtbestätigten Verdachtsfall übernimmt der Verein die Kosten.

Eine Zuchtkatze darf nach Vollendung des 8. Lebensjahres nur mit jährlichem(!), tierärztlichem Attest weiter zur Zucht eingesetzt werden.

Verwandtenpaarungen: Die Paarung zwischen Vollgeschwistern ist vor der Deckung zu beantragen. Hierfür ist ein entsprechender Antrag an den Zuchtwart zu stellen, unter Beifügung des fotokopierten Stammbaumes der Paarungspartner und unter Angabe des jeweiligen Zuchtziels. Für die Jungtiere aus einer solchen Paarung müssen tierärztliche Gutachten beigebracht werden.

Die gleiche Regelung gilt auch bei einer Paarung von Partnern, in denen nur neun oder weniger verschiedene Vorfahren auftreten. Zu zählen sind: Paarungspartner, deren Eltern und Großeltern (14 Tiere).

Rassekreuzungen im Allgemeinen sind verboten. Das Einkreuzen einer anderen Rasse darf nur erfolgen, wenn dies einem gut durchdachten Zuchtziel zum Positiven gereicht.

Erlaubte Rasse-kreuzungen sind dem jeweiligen Standard (WCF Regeln) zu entnehmen.

Über Ausnahmeregelungen entscheidet der Vorstand. Die Paarung zwischen zwei verschiedenen („unerlaubten“) Rassen ist vor der Deckung zu beantragen. Hierfür ist ein entsprechender Antrag an das Zuchtamt zu stellen, und zwar unter Beifügung des fotokopierten Stammbaumes der Paarungs-partner und unter Angabe des jeweiligen Zuchtziels. Die Genehmigung einer solchen Verpaarung obliegt der einfachen Mehrheit des Vorstandes. Evtl. Jungtiere aus einer solchen Verpaarung erhalten einen Riex-Stammbaum.

Im Allgemeinen wird empfohlen, nur Katzen und Kater zur Zucht zu verwenden, die auf einer Ausstellung mindestens ein „V1“ oder „Ex1“ erhalten haben.

4.     Deck- und Wurfmeldungen sowie Stammbäume

Um eine schnellere Bearbeitung der Stammbäume zu gewährleisten, muss von jeder Katze, die zur Zucht eingesetzt werden soll, eine Kopie des Stammbaums an das Zuchtbuchamt geschickt werden. Ausnahmen sind Tiere, die bereits beim CM e.V. registriert sind.

Nach festgestellter Trächtigkeit nach der Deckung, jedoch VOR dem Wurftermin, muss eine Deckmeldung an das Zuchtbuchamt übermittelt werden. In dieser müssen die Stammbäume der Elterntiere und dessen Identifikationschip-Nummern (falls noch nicht dem Verein vorliegend), sowie das Deckdatum vermerkt werden. Gehören dem Züchter beide Elternkatzen, kann eine Deckmeldung online erfolgen. Geht der Züchter mit seiner weiblichen Katze zum Fremddecken, muss das Deckformular ausgefüllt werden, in dem auch der Deckkaterbesitzer unterschreiben und somit die Deckung bestätigen kann.

Die Geburt der Jungtiere ist innerhalb von 12 Wochen an das Zuchtbuchamt zu übermitteln.

Hierfür hat der Züchter beim Vorstand des Vereins persönliche Zugangsdaten anzufragen, damit die Wurfmeldung online erfolgen kann.

Die Übermittlung der Wurfmeldung an das Zuchtbuchamt bedeutet die automatische Erstellung der Stammbäume und kommt einer Auftragsübermittlung gleich.

Die Stammbäume werden dem Züchter ausschließlich gegen Vorkasse oder einem SEPA-Lastschrift-Verfahren zugestellt. Bei Anmeldung im Verein kann der Züchter seine Zahlungsmethethode auswählen, die in der Regel für alle Leistungen des Vereins gelten.

Um ordentliche und fehlerfreie Stammbäume erstellen zu können, müssen sehr gut lesbare Kopien der Ahnentafeln sowie Titelurkunden der Elterntiere beigefügt werden. Die Übermittlung von Stammbäumen und sonstigen Dokumenten (Urkunden, Untersuchungsdokumente) kann ausschließlich per Mail oder Post erfolgen; Nachrichten- und Chatdienste sind dafür nicht geeignet. Der Zuchtwart ist jederzeit berechtigt, Stammbäume abzulehnen. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn Stammbäume fehlerhaft sind, vollständig oder vereinzelnd nicht in lateinischer Schrift erfasst worden sind (z.B., wenn Namen oder Zuchtbuchnummern der Vorfahren auf kyrillisch geschrieben sind).

Für Namens- oder Geschlechtsänderungen und Farbänderungen können (ausschließlich vom Züchter des Tieres) beim CM e.V. kostenpflichtig neue Stammbäume beantragt werden. Eigenmächtige Änderungen in den Stammbäumen sind unzulässig und machen den Stammbaum ungültig. Verstöße dieser Art werden vom Vorstand geahndet.

Titelurkunden und Richterberichte müssen mit Einreichung der Deck- bzw. Wurfmeldung abgegeben werden.

Ist sich der Züchter bei der Farbbestimmung der Jungtiere unsicher oder möchte eine Wurfabnahme haben, kann er dies schriftlich beim Vorstand beantragen. Mit Zustimmung des Züchters, kann der Verein einen in der Nähe wohnenden und erfahrenen Züchter bitten, dies zu übernehmen. Wünscht der Züchter ausdrücklich eine Wurfabnahme durch ein Vorstandsmitglied ist dies gegen eine Auf-wandspauschale möglich. Diese muss beim Vorstand erfragt werden aufgrund der jeweiligen Entfernung des Züchters und des damit verbundenen Aufwands.

Beim Ausstellen von Stammbäumen werden die jeweils geltenden Bestimmungen des CM e.V. zugrunde gelegt. Fehlerhafte Angaben bei der Beantragung von Stammbäumen können jederzeit vom Zuchtbuchamt in den Eintragungspapieren der Tiere und deren Nachkommen geändert werden (zu Farb- und Geschlechts- und Namensänderungen). Für etwaige entstehende Kosten kann der Züchter haftbar gemacht werden.

Bei Verlust eines Stammbaums kann eine Zweitausfertigung beim Zuchtbuchamt beantragt werden. Dies ist kostenpflichtig und wird in dem neuen Stammbaum vermerkt. Sollte der Originalstammbaum wiedergefunden werden, ist die Zweitausfertigung dem Zuchtbuchamt sofort auszuhändigen. Sollte es mit dem Originalstammbaum oder mit der Zweitausfertigung zum Betrug kommen, so ist der Verein zum sofortigen Ausschluss des Mitglieds berechtigt.

Bei Namens- und/oder Geschlechtsänderungen wird auf Antrag ein neuer Stammbaum erstellt. Fehlerhafte Angaben bei der Beantragung von Stammbäumen können jederzeit auf Antrag und kostenpflichtig geändert werden, wobei der Originalstammbaum dem Zuchtbuchamt vorliegen muss.

5.      Deckkater, Abgabe/Verkauf

Deckkaterbesitzer des Vereins müssen sich, bevor sie Zuchtkatzen zum Decken annehmen, von der Abstammung und Rassenreinheit der Katze durch Einsicht der Stammbäume und deren Richtigkeit überzeugen. Der Deckkater darf nur mit Zuchtkatzen verpaart werden, wenn diese einen Stammbaum von einem eingetragenen und anerkannten Verein besitzen und der Zuchtkatzenbesitzer in einem eingetragenen Verein Mitglied ist. Eine vorsätzliche Deckung von Haus- und Mischlingskatzen ist untersagt und hat den Ausschluss aus dem Verein zu folge. Darunter fällt auch die vorsätzliche Verpaarung von Rassekatzen ohne Stammbaum.

Der Deckkaterbesitzer verpflichtet sich, nur Zuchtkatzen zum Decken anzunehmen, wenn seine Zucht frei von ansteckenden Krankheiten und Parasiten ist.

Der Deckkater sollte im Zeitraum von 2 Wochen nur jeweils eine Katze, die nicht in der eigenen Zucht lebt, decken.

Um eine Ausbreitung latent vorhandener, übertragbarer Krankheiten auf ein Mindestmaß zu beschränken, sollten Ausstellungstiere erst 14 Tage nach dem Besuch einer Ausstellung zur Paarung verwendet werden, wenn der Paarungspartner aus einem anderen Zwinger kommt.

Es wird empfohlen, bei jeder Fremddeckung einen Vertrag zu schließen, der Deckgebühr, Aushändigung der Stammbäume, Unterzeichnung der Deckbescheinigung, Regelungen bei nicht erfolgter Aufnahme der Katze, etc. regelt.

6.     Abgabe /Verkauf

Die Züchter dürfen ihre Jungtiere frühestes ab einem Alter von 12 Wochen und erst dann abgeben, wenn diese die vorschriftsmäßigen Impfungen gegen Katzenschupfen/-seuche erhalten haben. Alle Jungtiere müssen vor Abgabe mit einem Microchip gekennzeichnet sein, dessen Nummer im Stammbaum entweder bei Wurfmeldung eingetragen oder nachträglich vom Züchter auf dem Stammbaumdokument geklebt wurde. Die jungen Katzen müssen gesund, frei von Endo- und Ektoparasiten, wurm- und ungezieferfrei sein. Reklamationen von Käufern, die beweisen, dass diese Bestimmungen vom Züchter nicht erfüllt wurden, werden zwecks Ahndung an den Vorstand des betreffenden Vereins weitergeleitet.

Es wird empfohlen, ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt ausstellen zu lassen, welches bescheinigt, dass die Katze zum Zeitpunkt der tierärztlichen Untersuchung frei von ansteckenden Krankheiten und Parasiten ist und/oder andere Anomalien oder Deformationen ausgeschlossen sind.

Der Stammbaum gehört zu jeder Katze. Originalstammbaum sowie Impfpass sind dem neuen Besitzer auszuhändigen.

Der Züchter ist verpflichtet, den Verkauf und sonstige Abgabe seiner Jungtiere und anderer Katzen zu kontrollieren sowie zu dokumentieren (eigene Zuchtbuchführung eines jedes Wurfes).

7.      Zuchtbuchregeln

Für zuchtspezifische Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den Zuchtwart.

Bei Bekanntwerden eines Verstoßes gegen die bestehenden Haltungsrichtlinien in einem oder mehreren Fällen wird, sofern in den Haltungsrichtlinien nichts anderes gesagt, wie folgt verfahren: Es kann eine Verweisgebühr erhoben werden, deren Höhe sich nach dem Verstoß richtet. An das betreffende Mitglied ergeht seitens des Zuchtbuchamtes des CM e.V. die Aufforderung zu schriftlicher Stellungnahme binnen einer Frist von 14 Tagen. Lässt das Mitglied die gesetzte Frist schuldhaft verstreichen oder liefert es keine ausreichende Begründung für sein Verhalten, spricht das Zuchtbuchamt einen Verweis aus. Im Rahmen dieses Verweises ergeht an das Mitglied schriftlich die Aufforderung zur Abänderung des Missstandes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die Beweispflicht liegt beim Mitglied. Ungeachtet dessen behält sich der Vorstand das Recht vor, sich vor Ort persönlich oder durch zwei von ihm beauftragte Personen vom Befolgen seiner Anweisungen zu überzeugen.

Bei Nichtbeachtung der Weisungen des Zuchtbuchamtes oder nochmaligem Verstoß gegen die Haltungsrichtlinien hat der Ausschluss aus dem Verein zu erfolgen. Dem Zuchtwart ist das Recht auf Stellung einer Strafanzeige vorbehalten.

8.      Haltungsrichtlinien

Verbindliche Haltungsrichtlinien für die Mitglieder des CatManiac e.V.

Die Größe eines Raumes, in dem Katzen gehalten werden, soll – unter Zugrundelegung eines Lebensraums-Minimums von 2,5 qm pro Katze – nicht unter 10 qm betragen und der Raum muss so hoch sein, dass ein Mensch sich aufrecht darin bewegen kann.

Lässt sich ein Freiauslauf nicht herrichten, muss neben den Klettermöglichkeiten auch für ungiftige Begrünung (Katzengras o.ä.) gesorgt werden.

Deckkater oder Zuchtkatzen dürfen nicht alleine, sowie in Kellern, Käfigen, Garagen oder ähnlichen Räumlichkeiten ohne jeglichen Kontakt zum Menschen gehalten werden. Dies ist keine artgerechte Haltung und daher untersagt.

Deckkatern muss entweder durch ein Gitter getrennt die Gegenwart anderer Katzen oder die Gesellschaft eines oder mehrerer kastrierter Tiere, mit denen er sich verträgt, ermöglicht werden. Sollte dies nicht eingehalten werden und der Vorstand wird darüber informiert, ist eine unangemeldete Besichtigung notwendig und der Vorstand entscheidet durch eine einfache Mehrheit über die Nachbesserung oder sogar den sofortigen Ausschluss aus dem Verein.

Den Zuchtkatern, die zum Fremddecken eingesetzt werden, muss für die Paarung ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen, der mitsamt dem darin vorhandenen Mobiliar gut abwaschbar und desinfizierbar ist.

Oberstes Gebot ist Sauberkeit, sowohl hinsichtlich der Katzentoiletten und Näpfe als auch der Böden, Teppiche, Polster usw. Das gleiche gilt für die Pflege der Katzen selbst (Fell, Augen, Ohren).

Die Vernachlässigung einer erkrankten Katze kann den Ausschluss aus dem Verein nach sich ziehen. Es muss eine ggf. auch intensive Behandlung unter tierärztlicher Kontrolle bis zur völligen Genesung erfolgen.

Diese Regelungen sind einstimmig vom Vorstand am 24.09.2021 beschlossen worden und für jedes Mitglied ab sofort bindend. Im Übrigen gelten die einschlägigen Paragraphen der Satzung.

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