Artgerechte Ernährung von Katzen

Ernähren Sie Ihre Katze Artgerecht!

Artgerechte Ernährung von Katzen
Das leidige Thema Katzenfutter. Tausend Menschen, tausend Meinungen hierzu.


Um jedoch ein Gefühl zu entwickeln und seine eigene Meinung bilden zu können,
sollte man sich mit dem Verdauungsapparat der Katze zumindest kurz auseinandersetzen.
Hierzu ist nicht viel Fachwissen vonnöten.

Dauer der Verdauung
Im Magen der Katze bleibt eingenommene Nahrung rund 2-8 Stunden, wird von der Magensäure „verarbeitet“ und gelangt von dort aus in den circa 1 m langen Dünndarm, der die Nahrung für circa 1-2 Stunden in Richtung Dickdarm befördert, der anschließend ebenso bis zur Ausscheidung in etwa 18-24 Stunden benötigt.

Die Bedeutung der Darmlänge
Die Darmlänge beträgt je nach Alter, Größe und Rasse zwischen 1,0-1,7 m  - welche Aufschluss über das natürliche Ernährungsverhalten der Katze gibt. Tiere, die pflanzliche Kost zu sich nehmen, sind länger mit der Verdauung beschäftigt als Tiere, die sich von tierischen Bestandteilen ernähren. Aus diesem Grund ist der Darm eines Carnivoren (Fleischfresser) kürzer als bei einem Tier, welches ausschließlich pflanzliche Bestandteile zu sich nimmt, da es nicht so lange verdauen muss.

Notwendige Bestandteile in der Nahrung


Damit der Körper der Katze gesund bleibt, bedarf es einigen Stoffen in der täglichen Ernährung. Den Hauptbestandteil der Nahrung sollte Fleisch betragen, also tierische Eiweiße, bzw. Proteine. Tierisches Fett ist nicht nur ein Energielieferant, sondern beteiligt sich am natürlichen Stoffwechsel im Körper. Ein Zuviel an pflanzlichen Bestandteilen kann der Katzenkörper nicht verwerten und verdauen. Spurenelemente und Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Phosphor und viele andere müssen in der Nahrung enthalten sein, um den Stoffwechselprozess in Gang zu bringen.
Fischhaltige Nahrungsmittel sorgen ebenso für eine Versorgung mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren.
Vitamine wie z.B. Vitamin B12 ist für die Anregung des Appetits, des allgemeinen Wohlbefindens sowie der Verdauungsapparates zuständig.

Wasser
Als ursprüngliches Wüstentier hat die Katze gelernt, die Flüssigkeitszufuhr über die Nahrung aufzunehmen. Wer selbst Katzen hat, der weiß, dass man diese oftmals zum Trinken animieren muss. Hier fällt also die Wahl zwischen hochwertiges Nassfutter und frisches Fleisch. Denn Trockenfutter entzieht dem Körper wertvolle Flüssigkeit und quillt im Magen-Darm-Trakt auf, welches die Verdauung umso mehr erschwert. Hier ist dann langfristig mit Gesundheitsschäden zu rechnen, gerade wenn die Nieren durch wenig bis kaum Wasserzufuhr nicht ausreichend durchgespült werden!

B.A.R.F. oder Nassfutter?


Die Entscheidung muss jeder Katzenhalter für sich selbst treffen. Fakt ist, es gibt bei beiden Formen der Fütterung einiges zu beachten. Rohfleischfütterung ohne weitere Zusätze kann genauso wie eine falsche Zusammensetzung des Nassfutters zu erheblichen Schäden durch einen Mangel oder ggf. Überdosierung von diversen Stoffen führen. Achtet man auf eine transparente Deklaration, einen hohen Muskelfleischanteil und nur wenige, gute Innereien (Nieren, Leber, Herz), ausreichend Tauringehalt (wichtig!) und Vitamine und Spurenelemente, so hat man sicher lang Freude an seinen Vierbeinern. Denn genauso wie wir Menschen auf unsere Ernährungsgewohnheiten achten müssen, so haben wir die Verantwortung, unsere Katzen artgerecht zu ernähren – sie sind auf uns angewiesen!